Spargel - das Edelgemüse (eine Schulaufgabe v. Schwarzbauer jun.)

Spargel gehört zur Familie der Liliengewächse. Er findet seinen Ursprung im Orient bzw. Vorder- u. Mittelasien, wo
er bereits 3000 v.Chr.  angebaut wurde:
Im Mittelmeerraum wird Spargel seit 300 Jahren kultiviert, anfangs nur zu Heilzwecken, bei Magen-, Darm-, Leber-
und Nierenkrankheiten.
Im Schrobenhausener Raum wird er seit 1913 angebaut. Heute wird er nicht nur mehr zu diätetischen Zwecken
gegessen, sondern weil Spargel einfach hervorragend schmeckt. Die Spargelzeit ist von Mitte April bis 24. Juni,
dem Johannitag. Da hört man mit der Ernte auf, weil nun die Pflanze Zeit braucht um ins Kraut zu wachsen und
die Nährstoffe fürs nächste Jahr in die Wurzeln einzulagern.
Meine Eltern bauen selbst Spargel an, so kann ich ein bisschen aus Erfahrung erzählen. Es ist ein sehr arbeitsauf-
wendiges Gemüse, was auch seinen relativ hohen Preis rechtfertigt. Im März wird eine Spargeljunganlage gepflanzt.
Man setzt keinen Samen, sondern einjährige Pflanzen,  die man von Züchtern kaufen  kann. Spargel wird heute ca.
25 cm tief im Abstand von ca. 30 cm gepflanzt. Die Reihen sind etwa 1,80 m auseinander. Im nächsten Jahr, wenn
die Bifänge aufgezogen sind, "sticht" bzw. erntet man diese Anlage ca. 2 Wochen, im Jahr darauf etwa 4 Wochen
und erst 3 Jahre nach der Pflanzung steht eine Anlage voll im Ertrag. Im heutigen Erwerbsanbau, d.h. wenn man mit
Spargel Geld  verdienen will, lohnt es sich nur ein Spargelfeld etwa 6 Jahre zu stechen, da die Spargelstangen mit
jedem Jahr dünner werden und es wirtschaftlich somit nicht rentabel ist.
Früher wurde auf den Höfen nur soviel Spargel angebaut, wie die Familie selbst bearbeiten bzw. stechen konnte.
Heute kommen zur Spargelsaison viele Erntehelfer aus Osteuropa, die das stechen übernehmen.


                             ◄ zurück                       ► Fortsetzung-Bericht                        ► weiter